Österreichweit niedrigste Zuwachsrate bei Arbeitslosen

Arbeitslosenzahlen in Kärnten rückläufig – Förderungen für berufliche Bildungsmaßnahmen erhöht – Schaunig appelliert an Lehrstellensuchende, sich zu bewerben
 Im Vergleich zum Juni sind die Arbeitslosenzahlen in Kärnten wieder deutlich rückläufig.

„Ein positives Zeichen, das auch der österreichweit niedrigste Zuwachs an Arbeitslosen im Vorjahresvergleich untermauert. Das zeigt, dass Kärnten wirtschaftlich gesehen breit aufgestellt und in seinen Maßnahmen krisenerprobt ist. Dennoch müssen wir auch weiterhin alles daransetzen, für die Kärntnerinnen und Kärntner sinnstiftende Arbeit zu schaffen“,

betont Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Montag. Mit 21.209 arbeitslos gemeldeten Personen weisen die Kärntner Arbeitsmarktdaten ein Plus von 4.477 Personen (plus 26,8 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr auf.

Für Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig ist klar:

„Unser Corona-Arbeitsmarkt-Maßnahmenpaket ist breit aufgestellt, basiert auf bewährten good-practice-Maßnahmen und unterstützt die Kärntnerinnen und Kärntner, deren Jobperspektiven sich aufgrund von Corona drastisch veränderten. Egal ob Stiftungsmaßnahmen oder Eingliederungsbeihilfen, alle Maßnahmenplätze wurden erhöht.“

Im Territorialen Beschäftigungspakt 2020 (TEP) stehen nach der Aufstockung um 20,9 Mio. Euro nunmehr insgesamt 62,8 Mio. Euro zur Verfügung. Die im Vorjahresvergleich um plus 1,9 Prozent auf 8,8 Prozent gestiegene Arbeitslosenquote soll mit gezielten Weiterbildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen wieder nachhaltig gesenkt werden.

Mit der Qualifizierungsförderung, die als Komplementärförderung zur AMS-Förderung gestaltet ist, können Unternehmen Fort- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leichter finanzieren und so das eigene Unternehmen zukunftsfit machen.

„Ich möchte aber alle Personen anhalten, sich weiterzubilden. Mit den adaptierten Richtlinien der Bildungsförderung und den angehobenen Förderquotienten sind auch bei Kurzarbeits-Gehalt Bildungsmaßnahmen leistbar“,

so Schaunig. Missmatching, also das Nichtzusammenpassen der eigenen Ausbildung mit Fähig- und Fertigkeiten, die die Kärntner Unternehmen suchen, beispielweise grundlegende digitale Skills, kann mit gezielter Weiterbildung vermieden werden, denn „lebensbegleitendes Lernen ist für uns alle lebenswichtig“, erklärt Schaunig.

811 Lehrstellensuchende standen im Juli 485 offenen Lehrstellen gegenüber. Das ist ein Plus von 7,5 Prozent mehr an offenen Lehrstellen als im Vorjahresvergleich.

„Ich möchte erneut an Lehrstellensuchende und ihre Familien appellieren, sich von Covid-19 nicht abschrecken zu lassen und die eigene Ausbildung, die eigenen Wünsche und Träume nicht hintenanzustellen und sich zu bewerben. Jene Unternehmen, die Lehrstellen ausgeschrieben haben, bekennen sich weiterhin zur Ausbildung von Fachkräften“,

so Lehrlingsreferentin Schaunig und weiter:

„Fachkräfte sind das Rückgrat Kärntens und die nachhaltigen, qualitativ hochwertigen Ausbildungsstandards in Kärnten ermöglichen allen angehenden Kärntner Lehrlingen einen spannenden, vielseitigen Lebensweg.“


Weitere Informationen zur Kärntner Arbeitnehmer*innenförderung findet man online unter: www.arbeitnehmerfoerderung.at

Quelle: LPD Kärnten

Lesenswert

Die Website nutzt Cookies um das Nutzererlebnis zu verbessern. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung